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Als ich 1991 durch die Mecklenburger Schweiz streifte, war ich Zeuge eines hoffentlich nicht unwiederbringlichen Ereignisses. Bedingt durch die gesellschaftliche Wende und die Umstellung der riesigen LPGn lagen damals viele Felder einfach brach. Oder die Bauern konnten sich noch keine Unkrautvernichtungsmittel leisten. Folge: Die Felder waren wie aus dem Nichts voller Wildblumen. Dies in solcher unglaublichen Menge, daß die Landschaft fast schon unwirklich angemalt schien. Die Felder waren zur Blütezeit der Kräuter in der Ferne nahezu nuancenlos rot (vom Mohn), blau (von der Kornblume) oder violett von dem hier angebotenen Feldrittersporn. Von dieser Pflanze hatte ich bis dahin nur Bilder gesehen und nun stand ich in einem Meer von Rittersporn. Das ist lange her und die Felder sind nicht mehr so bunt, aber den Rittersporn haben wir gerettet. Er ist zwar giftig und also gar nicht essbar, aber er ist so schön, daß wir ihn hier unbedingt anbieten möchten.