Das Mädesüß hat aus geschmacklicher Sicht mindestens 2 Gesichter: Die bittermandel-honigsüßen Blüten und als Kontrast ein Blatt mit dem eigenartigen Geschmack von Ackerveilchenkraut. Wie schmeckt das? Nach Tonkabohne. Und das? Nach Wrigley's Juicy Fruit. Und das? Nach Aspirintablette mit Zucker. Oder doch ganz anders? Nach Vanille? Schwirig zu beschreiben das ganze, aber auch wenn sichs komisch anhört. Es paßt ganz gut zum Beispiel zu Meerestieren. Zurück zur erwähnten Aspirintablette. Mädesüß enthält in seinen Blättern einen Stoff der Salicyl-Säure heißt. Das ist der Vorläufer der Acethyl-Salicyl-Säure, dem Hauptwirkstoff der berühmten Tablette. Und siehe da: Das Mädesüß hieß früher Spirea ulmaria. Aus Spirea wurde über Umstellung und Austausch von Buchstaben der Name Aspirin.